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27.12.13 12:52 Alter: 4 yrs

Dieses Konzert in Frankfurt (Oder) beeindruckte die Besucher und Besucherinnen

Sehr einfühlsam: „Aus der Seele spielen...“

Auftakt zum Carl Philipp Emanuel Bach–Jahr: Das Branden-<br />burgische Staatsorchester unter Leitung von Rudolf Tiersch <br />und der Große Chor der Singakademie begeisterten das <br />Publikum. 	 Foto: Hartmut Kelm

Auftakt zum Carl Philipp Emanuel Bach–Jahr: Das Branden-
burgische Staatsorchester unter Leitung von Rudolf Tiersch
und der Große Chor der Singakademie begeisterten das
Publikum. Foto: Hartmut Kelm

Frankfurt/Oder (kel). „Aus der Seele muss man spielen und nicht wie ein abgerichteter Vogel“, forderte Carl Philipp Emanuel Bach.

Das Brandenburgische Staatsorchester erfüllte zusammen mit der Singakademie und Preisträgern des Leipziger Bach-Wettbewerbs diesen Wunsch. Sie spielten und sangen einfühlsam die „Magnificate“ von Mendelssohn Bartholdy und Carl-Philipp-Emanuel Bach. Am Dirigentenpult stand Rudolf Tiersch. Das Publikum, unter ihnen viele Politiker und Politikerinnen, riss es förmlich von den Stühlen. Sie applaudierten stehend. „Ein schönes Weihnachtsgeschenk“, schwärmte Frankfurts ehemaliger Oberbürgermeister und jetziger Bundestagsabgeordneter Martin Patzelt (CDU).
Das Festkonzert in der Konzerthalle wurde zum 225. Todestag von Carl Philipp gegeben. Der am 8. März 1714 in Weimar geborene starb am 14. Dezember 1788 in Hamburg. Mehrere Jahre lebte der Sohn Johann Sebastian Bachs in Frankfurt (Oder). Er studierte Jura an der Alma Mater Viadrina. Gleichzeitig reifte er zum erfolgreichen Musiker und Komponisten heran.
Laut Musikwissenschaftler Hans-Günter Ottenburg „blitzten in seinen Kompositionen jene Überraschungseffekte auf, derentwegen er später als genialisch wirkender Komponist geschätzt wurde“. Ottenburg beschreibt in seinem Werk „Der König und sein widerspenstiger Cembalist - Friedrich II und Carl Philipp Emanuel Bach“ die Frankfurter Zeit des Musikers. Bach komponierte hier  Kammermusik, gab Klavierunterricht und leitete eine Musiziergemeinschaft. Mit ihr spielte er auch in der „Unter-Kirche“, der heutigen C.Ph.E. Bach–Konzerthalle.
Im Jahre 2014 wird Carl Philipps 300ster Geburtstag gefeiert. Dazu gibt es an seinen Wirkungsstätten zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen. In Frankfurt wird am 9. September 2014 eine neue Bachausstellung eröffnet. „Es ist der Tag, an dem Carl Philipp vor 280 Jahren an der Viadrina immatrikuliert wurde“, sagte Wolfgang Jost, Leiter der Frankfurter Musikgesellschaft Carl Philipp Emanuel Bach.
Die Ausstellung in der Konzerthalle wird multimedial gestaltet. Audio- und Videostationen sollen den Zugang zum Werk des berühmten Komponisten erleichtern. Für Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke hat Carl Philipp Emanuel Bach wie Kleist zweifelsohne „einen Beitrag zur historischen Bedeutung und Vielfalt der Stadt Frankfurt (Oder) geleistet“.      


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